Die Sauna besitzt eine uralte Tradition und ist heutzutage wieder sehr angesagt. Traditionell ist die Sauna ein kleiner Raum, der meistens aus Holz besteht und in dem sehr hohe Temperaturen herrschen. Der Raum ist mit Sitzbänken und einem Ofen ausgestattet, der die Sauna auf etwa 80 °C bis 100°C aufheizt.
In Deutschland wird die Sauna normalerweise nackt betreten und es gibt meistens keine Geschlechtertrennung. Doch wieso macht man diese Schwitzbäder? Der ursprüngliche Sinn der Sauna war schon immer die Körperreinigung. Saunieren wirkt sich positiv auf die Haut und die Hautalterung aus. Außerdem stärkt es das Immunsystem und beugt somit Erkältungen vor. Ein regelmäßiger Saunagang regt auch den Kreislauf an und kann somit leistungsfördernd im Sport wirken. Als letzten Punkt saunieren viele Leute zur Entspannung, um damit dem Alltagsstress zu entkommen. Ein Saunagang dauert in der Regel, je nach persönlichem Wohlbefinden, etwa 10 – 15 Minuten. In dieser Zeit heizt sich der Körper auf bis zu 40 °C auf. Daher rührt auch die gesundheitsfördernde Wirkung. Bei 40 °C hat der Körper Fiebertemperatur und die Temperatur bewirkt das Gleiche wie ein echtes Fieber – Schadstoffe und Krankheitserreger im Körper werden durch die erhöhte Temperatur abgetötet. Saunaräume werden meistens in Schwimmbädern oder Fitnessstudios angeboten und dort mit anderen Saunatypen wie Dampfbädern oder Biosaunen kombiniert. Solche öffentliche Saunen gibt es in Deutschland über 15000 Stück, so viele wie in keinem anderen europäischen Land. Generell wird die Nutzung einer Sauna nur körperlich gesunden und fitten Leuten geraten.
Bei Herz- und Kreislaufproblemen, extremen Bluthochdruck, Epilepsie, Rheuma oder Krebs wird von einem Saunabesuch abgeraten. Auch sollte man beachten, dass ein regelmäßiger Saunabesuch zwar einer Erkältung vorbeugt, jedoch man mit Erkältung die klassische Holzsauna auch nicht aufsuchen sollte, da die Atemwege blockiert sind und der Saunagang damit nicht gesundheitsfördernd wirkt und zu einem starken Unwohlsein führen kann.